Shisha Anleitung
Wer? Wie? Was? Wieso? Wesshalb? Warum?
Die Shisha Anleitung
Von Zerocool1990
Inhaltsverzeichnis
- Bestandteile einer Shisha
- Funktionsweise mit Anleitung
- die verschiedenen Shishas
- die verschiedenen Köpfe
- Wie raucht man mit einer Shisha?
- Was ist ein „Setup“?
- Verschiedene Setups
1. Bestandteile einer Shisha
Im wesentlichen gehören zu jeder Shisha die selben Bestandteile. Hier und im Folgenden werde ich dem Luftstrom folgend vorgehen.
Bei einer Shisha strömt der Rauch von oben nach unten, wo er durch Wasser gefiltert wird. Der Aufbau ist also folgendermaßen:
- Kopf (Tabakgefäß)
- Rauchsäule
- Wassergefäß (im Folgenden: „Bowl“)
- Aus dem Wasser steigt der Rauch wieder auf.
- Schlauchadapter
- Schlauch
Es gibt auch Shishas mit mehreren Schläuchen. Diese Funktonieren aber auch nach dem selben Prinzip. Ob du eine Shisha mit einem oder mehreren Schläuchen kaufen willst, ist allerdings nur eine Frage des persönlichen Geschmacks.
2. Funktionsweise
Kommen wir also nun zu einer Frage die sich viele Shisha Anfänger stellen:
Wie funktioniert eine Shisha überhaupt!?
Im Grunde genommen funktioniert eine Shisha durch Unterdruck, der erzeugt wird, wenn man am Schlauch zieht.
Um das funktionsprinzip der Shisha verständlich zu machen habe ich das Ganze mal mit Paint verbildlicht. Und euch eine ausführliche Shisha Anleitung erstellt.
1.
Um Shisha zu rauchen, muss man zuerst das Mundstück des Schlauches in den Mund nehmen.
2.
Dann Ziehst du, durch den Schlauch, Luft in deine Lunge (hier als blaue Pfeile dargestellt).
3.
Dadurch, dass du Luft aus der Bowl heraussaugst entsteht dort ein Unterdruck.

4.
Wenn der Unterdruck in der Bowl groß genug ist, strömt Luft an der Kohle vorbei in den Tabak, welcher durch die Kohle erhitzt wird. Dadurch verdampft die Flüssigkeit im Tabak und Rauch entsteht. Dieser Rauch wandert in der Rauchsäule hinab
.
5.
Du hast es geschafft! Der Rauch wird durch den Unterdruck in Form von blasen durch das Wasser geleitet und strömt durch den Schlauch in deine Lunge.

Ich hoffe, dass ich die Funktionsweise gut erklären konnte, also kommen wir nun zu Punkt 3.
3. Die verschiedenen Shishas
Nach meinem Wissen gibt es drei weitverbreitete Arten von Shishas, welche im deutschen Handel erhältlich sind. Hierbei geht es aber vielmehr um die Art der Verbindung, als um den generellen Aufbau.
- Shishas mit einem Stecksystem
- Shishas mit einem Schraubsystem
- kugelgelagerte Shishas
1)
Stecksystem
Bei dieser Art von Shishas wird die Rauchsäule mit Hilfe einer Gummidichtung mit der Bowl verbunden, im Vergleich zum Schraubsystem sind diese Shishas meiner Meinung nach schlechter.

2) Schraubsystem
Bei diesen Shishas sind alle Bestandteile miteinander verschraubt, trotzdem werden auch hier Gummidichtungen verwendet, um eine optimale Abdichtung zu gewährleisten. Diese Shishas sind sehr zuverlässig wenn man sie richtig pflegt und die Gewinde schmiert. Tut man dies nicht, werden die Gewinde spröde und brüchig.
Trotzdem empfehle ich diese Art von Shishas.
3) kugelgelagerte Shishas
Hier sieht man eine kugelgelagerte Shisha. Von der Verbindungsart her entspricht sie einer Shisha mit Schraubsystem, der Unterschied liegt darin, dass die Bowl kugelgelagert ist und somit drehbar ist. Ich selbst rauche eher selten mit dieser Shisha.
Da sie Drehbar ist, ist sie jedoch sehr gut geeignet für Shisha sessions an denen mehrere Personen teilnehmen, wenn eine Person den Schlauch etwas ruppig an sich zieht dreht die Shisha sich einfach. Eine Shisha ohne Kugellagerung könnte in diesem Moment umkippen und glühende Kohle über den Boden verteilen.
4.die verschiedenen Köpfe
Der sogenannte Chinahead ist der Kopf den die meisten Anfänger verwenden, da diese Art von Kopf oft direkt mit der Shisha zusammen verkauft wird. Diese Art Kopf sieht so aus:
Der Nachteil dieses Kopfes liegt darin, dass die Löcher der tiefste Punkt des Tabakgefäßes bilden, was dazu führt, dass die Flüssigkeit des Tabaks durch diese Löcher nach unten abfließt. Das führt nicht nur dazu, dass die Shisha sehr schnell verschmutzt, sondern auch zu einer kürzeren Rauchdauer.
Ein Kopf der meiner Meinung nach nicht erwähnenswert ist, ist der mehrteilige Kopf. Ich beschreibe ihn hier aber trotzdem, da ich mal einen solchen Kopf bei einer Shisha dabei hatte. Falls du also so einen Kopf hast:
brauchst du nicht zu verzweifeln. Der einzige unterschied zu einem normalen Chinahead ist, dass man hier die Alufolie zwischen den zwei Teilen einklemmt.
Dadurch wird sie zwar schön gespannt, man kann aber umso weniger Setups benutzen. Auch hier kann die Flüssigkeit leider nach unten ablaufen.
Ein weiterer Kopf in meiner Sammlung ist der sogenannte Einlochkopf, oder auch Phunnel bowl (im englischen wird der Kopf als Bowl bezeichnet, nicht die Flasche)
Im Gengensatz du den Vorher genannten, besitzt dieser Kopf nur ein Loch welches erhöht liegt, der Tabak wird in dem Ring um das Loch Platziert.
Hier kann also keine Flüssigkeit verloren gehen, was die Shisha schont, und noch dazu einen längeren Rauchgenuss ermöglicht.
Ich kann diesen Kopf sehr empfehlen und würde ihn immer wieder kaufen (was sicher auch mal wieder nötig ist, die Lösung mit dem Klebeband ist nicht gerade optimal).
Es gibt sicher noch mehrere Arten von Köpfen, ich möchte hier allerdings nicht von Dingen sprechen die ich noch nie selber testen konnte. Außerdem denke ich, dass der Chinahead und die Phunnel bowl ohnehin am weitesten verbreitet sind.
5. Wie raucht man mit einer Shisha - Hier die Anleitung dafür
An dieser Stelle werde ich Erklären, wie man es schafft mit einer Shisha die gewünschten Ergebnisse zu erzielen.
Zu allererst: Wenn ihr in Deutschland lebt, oder deutschen Tabak benutzt müsst ihr diesen zunächst mit Molasse anfeuchten!!! Dank dem deutschen Tabakgesetz darf kein Tabak mehr als 5% Feuchthaltemittel enthalten. Da beim Shisharauchen aber nicht der Tabak verbrannt wird, sondern lediglich die Feuchtigkeit verdampft, sollte er ca 25% Feuchtigkeit haben.
Molasse kann man eigentlich in jedem Laden erwerben der Shishatabak führt.
Beim anfeuchten kommt es eigentlich nur auf Augenmaß an, wenn ihr seht dass der Tabak vor Feuchtigkeit glänzt, ist er richtig. Zumindest hat es bei mir immer so funktioniert.
Ein weitverbreiteter Irrtum bei Shisha-anfängern ist es zu denken, dass der Tabakkopf komplett mit Tabak gefüllt werden muss. Dieser Irrtum führt dazu dass der Tabak sehr schnell anbrennt und dann nicht mehr Schmeckt.
Man sollte den Kopf also nur ½ bis ¾ mit Tabak füllen bevor man Alufolie darüber spannt. Wenn man dies getan hat muss die Alufolie gelocht werden, damit die Luft durch den Kopf in die Rauchsäule strömen kann.
Im folgenden werde ich einige Lochungen aufzählen, mit denen man gute Ergebnisse erzielen kann.
Optional kann man auch ein sogenanntes „Kohlesieb“ verwenden, dabei handelt es sich um ein Aluminiumblech in welches einige Löcher gebohrt wurden. Ich empfehle jedoch die Aluminiumfolie, da man hier die Lochung auf die individuellen Bedürfnisse abstimmen kann.
Dann muss man die Kohle anzünden und auf der Alufolie oder dem Sieb plazieren.
Es gibt 2 verschiedene Arten von Kohle die man verwenden kann:
- Selbstzündene Kohle
- Naturkohle (meistens aus Cocosschalen)
Die selbstzündenden Kohlen (Three Kings, Safa Lite, Swift Lite) kann man mit einem normalen Feuerzeug anzünden. Sie haben eine runde Tablettenform, und sind in verschiedenen Größen erhältlich.
Durch chemikalien die der Kohle beigesetzt werden brennt die Kohle dann von allein durch.
ACHTUNG: lasst selbstzündende Kohle immer komplett durchglühen, platziert sie erst auf dem Kopf, wenn eine dünne, weiße Ascheschicht sichtbar ist.
Das anzünden von Naturkohle (Cocobricos, Cocochas) erfordert da schon etwas mehr Arbeitsaufwand. Naturkohle hat im Gegensatz zu selbstzündender Kohle eine Würfelform. Da dieser Kohle keinerlei Chemikalien beigesetzt sind, muss man sie durch Feuer durchglühen. Ich persönlich nehme hierzu einen Campingkocher, der mit Gaskartuschen aus dem Baumarkt betrieben werden kann. Ich habe aber im Forum schon gelesen, dass man Naturkohle auch auf einer Herdplatte anzünden kann, getestet habe ich das jedoch noch nie (wir haben einen Induktionsherd, damit klappts nicht ;) )
Auf diversen Internetseiten kann man aber auch spezielle Kohleanzünder kaufen, welche elektrisch funktionieren.
Hat man die Naturkohle erst einmal angezündet, liefert sie allerdings wesentlcih bessere Ergebnisse als die selbstzündende Kohle, da Naturkohle keinen Eigengeschmack besitzt.
Dazu kommt noch, dass sie gesünder ist, da sie frei von Zusätzen ist.
ACHTUNG²: Verwende zum shisharauchen niemals Grillkohle, das ist sehr ungesund, da diese Kohlen nicht für die Verwendung auf einer Shisha ausgelegt sind und daher viele ungesunde Stoffe enthalten.
6. Was ist ein Setup?
Als „Setup“ bezeichnet man den Aufbau des Kopfes und hauptsächlich der Alufolie.
Ein Beispiel wäre soetwas:
Kopf ¾ voll (mit Tabak)
3 Lagen Alu
viele kleine Löcher
2 Cocobricos
7. verschiedene Setups
Zum Abschluss meiner Shishaerklärung Zähle ich hier Anleitungen für einige Setups vor, um euch den Bau eurer ersten Köpfe zu erleichtern.
Setups können grundsätzlich in zwei Kategorien unterteilt werden, diejenigen, welche auf selbstzündende Kohle ausgelegt sind, und die, die für Naturkohle vorgesehen sind.
Wieviele Lagen Alufolie du verwendest, und wieviel Tabak du in den Kopf füllst, ist vom Tabak und seiner Hitzebeständigkeit abhängig. Da mir hierzu keine Liste vorliegt kann ich nur sagen:
Probieren, probieren, probieren.
Setups für selbstzündende Kohle (immer in der Ansicht von oben):
Bei dem ersten Setup kann die Kohletablette nach belieben platziert werden, beim zweiten Setup wird die Kohle auf den Rand des Kopfes gelegt und von Zeit zu Zeit ein Stück weitergeschoben, so dass der gesamte Tabak genutzt werden kann.
Setups für Naturkohle:
Wenn ihr merkt, dass der Tabak ungewöhnlich schnell anbrennt, habt ihr drei Möglichkeiten (für den nächsten Kopf)
Ihr könnt entweder mehr Schichten Alu verwenden, wodurch die Hitze die auf den Tabak wirkt reduziert wird, ihr füllt weniger Tabak in den Kopf wodurch sich der Abstand zur Hitzequelle vergrößert wobei sich aber die Rauchdauer verkürzt, weil ihr ja weniger Tabak zum rauchen habt, oder ihr baut einen sogenannten Abstandsring in euer Setup ein.
Das klingt sicher recht Kompliziert, ist aber eigentlich ganz einfach.
Für das Abstandsringsetup benötigt ihr wie sonst auch nur Alufolie.
Um die Alufolie zu schneiden empfiehlt sich natürlich ein ordentliches Messer.
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Füllt den Kopf zunächst mit der gewünschten Menge Tabak. Spannt nun eine oder zwei Lagen Alufolie darüber und löchert sie, hier müsst ihr kein besonderes Muster einhalten. Dann nehmt ihr ein großes Stück Alufolie und faltet es zu einem Streifen mit einer Höhe von 0,5 – 2 cm (je mehr Abstand, desto weniger Hitze gelangt zum Tabak, wird der Abstand zu groß, raucht der Tabak aber auch nicht mehr richtig). Formt diesen Streifen nun zu einem Ring, der den Durchmesser des Kopfes hat. Dann legt ihr den Ring auf den Kopf und spannt darüber erneut Alufolie, die ihr nach belieben locht.
Kohle drauf und genießen.
Ich hoffe ich konnte einigen Anfängern mit dieser Anleitung helfen und bedanke mich, falls ihr bis hierhin gelesen habt!
Mit freundlichen Grüßen,
Zerocool1990
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